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Eine Roadtrip mit der Harley durch Nord- und Mittelamerika



¡Bien chingón, México! Ade Mexiko, nach 5 Wochen...

5. Dezember 2013 - Beitrag 2 von 4


In Mérida lief meine Spiegelreflex wieder heiß. Welch eine schöne Stadt! Zwar nicht ganz so authentisch wie die kleineren Örtchen die ich im letzten Beitrag beschrieben habe, aber dennoch nett. Und unglaublich sicher, wenn ich diversen Erzählungen Glauben schenken darf. Lag aber nahe, denn ich habe schon lange nicht mehr so viele teure Pkws auf ein Mal gesehen. Also sicher und folglich wohlhabend.


Dies wirkte sich auf die Hotels aus, die es in einer unglaublichen Menge gab. Und durchaus fast alle bezahlbar. Auch wenn sie in unmittelbarer Nähe der plaza principal liegen und sehr teuer ausschauen. An dieser Stelle kann ich das hotel colonial de Mérida empfehlen, aber dennoch vorher Preise bei Trivago vergleichen.


Den Freitag war ich erst mal als Backpacker unterwegs, da meine Harley beim Dealer abgeliefert war. Die sollen mal fleißig dran schrauben; ich denke, dass ich damit noch gute 10.000km fahren werde bevor ich in Panama ankomme... Da mein Hotel aber gerade mal 2 Blocks vom Stadtkern lag, war das alles kein Thema. Ich genoss die Stadt in vollen Zügen. Netterweise fand am bevorstehenden Wochenende ein großes Fest statt, für welches am Abend diverse Straßen gesperrt wurden. Dann wurde es erst recht toll: sämtliche Bars verfrachteten Sitzreihen nach draußen auf die Straße, von überall her kamen mobile Essenstände und es wimmelte nur so von Straßenverkäufern. Highlight dann vermutlich am Sonntagabend, als plötzlich vor dem palacio municipal (Rathaus) die Teilstraße zu einer riesigen Salsa-Tanzfläche umdisponiert wurde (siehe Foto).










Ein weiterer netter Zufall war, dass Harley für den Samstag ein Event geplant hatte. Ziel war, sämtliche Kunden und Harleyfahrer aus der Umgebung zusammen zu bekommen. Unter dem Motto Poker Run ging es gegen 12 Uhr los. In geschlossener Gruppe fuhren wir 4 haciendas in Mérida an und sammelten dabei je eine Karte. Mit einer letzten fünften Karte, die es beim Dealer gab, hatte man gegebenenfalls ein nettes Blatt und klassifizierte sich für eins der Gewinnerpreise. Nett! Den Rest des Samstages entspannten wir bei Bier, Burger, Live-Musik und einer Modenschau (natürlich ging es hierbei um die neueste Harley-Mode).


Neben der tollen Menschen bei Harley lernte ich auch Mauricio kennen, einen Küchenchef, der die letzten 12 Monate in London gelebt hat und bei Gordon Ramsay lernte. Gerade zurück daheim, um im Januar die nächste Stelle in Montreal, Kanada anzutreten. Sehr interessanter Mensch. Sehr inspirierend - wir verbrachten den Montagnachmittag zusammen und quatschten über Gott und die Welt. Wir trafen uns aber auch, weil er sich Gedanken über einen Roadtrip macht, bei dem sich aber alles um kulinarische Höhepunkte dreht. Es soll mit einer Harley - ich riet ihm zu BMW oder ähnlichem - ab Montreal losgehen und nimmt eine Ende in Argentinien. Als er am Samstag bei Harley von meiner Sache hörte, war ihm klar, dass ich ein paar Tipps parat haben könnte. Mal schauen, ob wir den Kontakt aufrechterhalten. Solange die Erinnerungen frisch sind, stehe ich natürlich gerne zur Verfügung...









Am Dienstag (26.11.) steuerte ich zielstrebig Playa del Carmen an. Ich konnte es kaum erwarten, an die Karibikküste zu kommen! Jeder erzählt mir, wie toll es ist. So langsam reicht es mir; ich muss es sehen! Und unter uns gesagt kann ich auch etwas Wohlstand und Ruhe gebrauchen. Werde auch die Gelegenheit nutzen um mal den Blog upzudaten und mich auf Belize vorzubereiten.


Die Region, die sogenannte Riviera Maya, ist wunderschön. Aber wettertechnisch musste ich immer wieder mit Regenschauern rechnen. Mal sind sie nach 5 Minuten vorbei, mal geht es auch länger - und generell einfach mal über den Tag verteilt. Frechheit!


Playa del Carmen, wo ich also am 26.11. ankam und 3 Tage verweilte, ein Hauch von etwas zu touristisch. Aber immer noch tragbar und scheinbar kein Vergleich zu Cancún, was ich übrigens ausließ. Vom Zentrum des Urlaubsgebietes der Riviera Maya hat man mir nämlich abgeraten: sicherlich schöne Strände aber die Hauptattraktion scheint wohl die über 20km lange Hotelmeile zu sein! Bestehend aus Hotels, die ich mir aktuell nicht leisten möchte.


Da war Playa del Carmen um einiges entspannter. Ich habe an diesen 3 Tagen mein Bike gar nicht mehr gefahren. Mein Hotel, die Hacienda del Caribe, keine 100m vom Strand, war sehr günstig gelegen, sodass man alles ablaufen konnte: die Strandmeile, die Docks (da ich einen Tagesausflug auf die Insel Cozumel unternahm), der Strand an sich. Sogar ein Barbershop gab es um die Ecke. Und ja, ich traute mich unters Messer. Aber nein, der Busch steht noch. Lediglich die Haare im Nacken etwas kürzen und den Bart… naja, die Spitzen kamen ab. Hahaha!


Mauricio, meine Bekanntschaft aus Mérida, hatte mir erzählt, dass ich auf keinen Fall Cozumel auslassen darf. Nirgendwo in Yucatán wäre das Wasser blauer als an den Küsten Cozumel. Kam wie ein Geheimtipp rüber, also nahm ich die Insel in die Planung auf. Leider war der Donnerstag (28.11.) sehr windig, was sich auf den Wellengang auswirkte. Folglich blieb mir die erhoffte Kulisse erspart. Schade.


Im übrigen war gerade richtig was los, auf der Insel. Aufgrund des bevorstehenden Ironman am kommenden Wochenende. Nach einem Spaziergang durch San Miguel, inklusive Schnappschüssen und einem Ceviche (in Limettensaft marinierter roher Fisch), gelang es mir die Fähre von 14 Uhr zu nehmen. Ich wollte den Rest des Tages am Strand von Playa verbringen. Ein Mojito sollte auch noch drin sein - bin ich noch auf einem Roadtrip oder ist dies schon Urlaub?!


Fotos von Playa del Carmen:

















Fotos von Cozumel:


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