Beitrag 4 von 4 (Dezember) - Honduras und Nicaragua: (fast) erledigt!
Man ist bekanntlich immer nur im Nachgang schlauer. Für dieses Mal sollte also bloß eine Nacht in der Kleinstadt, die umgangssprachlich auch fette Rosine (la Gran Sultana) genannt wird, reichen.
Fotos von Masaya (3) und Granada (5):
Die kommenden Tage bis einschließlich Heiligabend wollte ich bedeutend ruhiger angehen und steuerte daher die zwischen Masaya und Granada gelegene Laguna de Apoyo an. Die Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten ist etwas beschränkt. Umso mehr freute ich mich über den Volltreffer, der SelvAzul Anlage. Joel nahm sich Zeit für mich und zeigte mir diverse verfügbare Hütten, die sogar zu moderaten Preisen (30-50 USD) angeboten werden - hier bleibe ich die nächsten 3 Tage! Ich kam in den Genuss von 2 Hütten: einmal mit einem kleinen privaten Pool und die beiden letzten Nächte dann in meiner ersten Wahl, der Africana, die in der ersten Nacht noch belegt war. Die Besonderheit der über die Baumkronen herausragenden Hütte liegt darin, dass sich die Laguna vor dem Balkon erstreckt und besonders aber die offene Bauweise. Ja, 3 Wände und ein Dach. Das war's!
Diese Tage verbrachte ich mit Essen und Trinken, Zigarre rauchen, Lesen und Schlafen, Musikhören, etwas Surfen dank WLAN und am Abend genoss ich ein paar Blockbuster auf der Terrasse, die ich auf meinem Notebook hatte. Das kann nicht gut gehen, ich müsste schleunigst weiter - an solch eine Lebensweise hat man sich doch leider schnell gewöhnt.
Auf meinem Weg nach Costa Rica, wo ich vermutlich den Jahreswechsel erleben (und feiern) werde, mache ich noch kurz Halt am Pazifik. Auch Nicaragua soll schöne Strände haben. Hoffentlich sind die Erwartungen an die Gegend um San Juan del Sur nicht zu groß. Die Berichterstattung folgt wie gewohnt...
Aber bis dahin genieße ich den Abend hier an der Lagune in meiner Hütte. Tatsächlich hat der Laden hier nicht planmäßig dicht gemacht. Da ich der einzige Gast bin, habe ich mit Tim, dem Pächter, vereinbart, dass er getrost den Abend bei der Familie verbringen kann. Bin also ganz alleine hier, versorgt mit Speis und Trank. Über den Nachtisch sind leider die Ameisen hergefallen, da ich 5 Minuten nicht aufgepasst habe. Hahaha! Es gibt Schlimmeres.
Den ganzen Abend schon wird hier geböllert; offensichtlich sind in den benachbarten Hotels und Resorts noch ein paar Gäste anwesend. Und geradeaus am Horizont, über die Lagune hinweg, erkenne ich die Lichter von Granada. Sind ja schließlich nur geschätzte 10 km Luftlinie. Bei dem sternklaren Himmel von heute, dem 24.12., dürfte ich in einer guten Stunde sogar Knaller sehen können, sofern sie hoch genug hinausschießen.
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