Beitrag 3 von 4 (Dezember) - Kapitel Belize und Guatemala abgehakt
Voller Neugierde ging ich die 6 Km am Vormittag vom 11.12. an um Ciudad Vieja einen Besuch abzustatten. Der Tag war schön und ich wurde mit einer stellenweise freien Sicht auf die 3 benachbarten Vulkane belohnt.
Fotos von La Antigua (4) und von Ciudad Vieja (3):
Aber der schöne Part des Tages sollte doch noch kommen: endlich geht es an den See Atitlán, wo ich 2 Tage entspannen möchte. Man hatte mir auch in El Remate erzählt, dass eine Bootstour zu den benachbarten Dörfchen ein Must-Do sei. Ich flitzte die Panamericana hoch und war gegen 15 Uhr am Ziel im Ort Panajachel direkt am See. Berauschende Kulisse! Das wird toll! Ich gönnte mir auch das etwas bessere Hotel jardines del lago. Und besorgte auch gleich die Tour über den See für den nächsten Tag (Kostenpunkt 120 Quetzales), die bereits um 8.30 Uhr beginnen sollte. Diesen Ausflug lege ich jedem ans Herz, trotz der etwas ruppigen Bootsfahrt, die leider keine Zwischenstopps für Fotos der Vulkane sowie Umgebung vorsieht. Aber schließlich geht es um die Dörfchen direkt am See.
Fotos von Panajachel, der Bootsfahrt und der paar Dörfer:
Schweren Herzens packte ich wieder meine sieben Sachen um Panajachel und den See zu verlassen. Und den letzten Tag in Guatemala anzugehen. Wie gewohnt suchte ich wieder eine Stadt nicht ganz an der Grenze für die Übernachtung aus. Mein Wahl fiel auf Zapaca. Ohne besondere Gründe. Bloß nahe genug an der Grenze um noch alle Formalitäten innerhalb des nächsten Vormittages erledigen zu können. Etwas Puffer kann nie schaden.
Der letzte Tag in Guatemala brach am 14.12. an und er wird mir auch in Erinnerung bleiben. Die Stadt Zacapa eher einschüchternd. Überall Menschen und alle komisch drauf. Oder aber sollte ich mir den Bart abmachen - die Leute hier können endgültig nicht damit umgehen! Mein Hotelzimmer war grausig. Sah zu Beginn nicht mal so verkehrt aus, aber wenn bis spät in die Nacht die Hauptstraße vor meinem Zimmer stark befahren wird und das Zimmer zwar über Fenster verfügt, jedoch ohne Fensterscheiben, dann wacht man entsprechend gerädert auf. Ein aufregender (und lauter) Abschluss war dann noch, dass währendem ich mein Bike am Morgen vom 14.12. packte, auf dem Parkplatz ein Schwein an den Hinterbeinen aufgehängt und geschlachtet wurde.
Wie gehofft war das Thema Grenzübergang nach Honduras noch am Vormittag abgeschlossen. Auch für Honduras brauche ich keine Kradversicherung, jedoch wieder Kopien meiner Papiere. Sowie natürlich die Anmeldung meiner Harley. Sonst darf ich, auch für Honduras, erst gar nicht ins Land. Und wie schon in Guatemala: erst in Honduras Restgeld wechseln da besserer Wechselkurs. Gegen 11.30 Uhr war ich bereits auf dem Weg in Richtung der Stadt Copán. Nicht zu fassen, aber ich gab mir wieder ein paar Maya-Ruinen. Das Areal soll nicht so groß sein, zählt zu den 2 wichtigsten touristischen Zielen in Honduras und liegt absolut auf der Strecke. Besonders bekannt ist Copán wegen ausgeprägter Reliefarbeiten. Ganz besonders die sogenannte Hieroglyphentreppe des Tempels 26. Hier verteilen sich 2.200 Hieroglyphenblöcke auf 55 Stufen (der längste in Stein gemeißelte Mayatext) und geben die Geschichte Copáns wieder.
Nach einer guten Stunde war ich wieder auf der Strecke und benötigte für die nur 60 Km nach La Entrada in doch noch 1,5 Stunden. Wie auch sonst in Mittelamerika sorgten auch in Honduras die Straßenzustände wieder sehr für Aufregung. Oder nennen wir es mal Abwechslung! Größtenteils hatte ich aber schon meinen Spaß und die neue Kulisse ist wieder einmalig, da ich wieder im Gebirge unterwegs war.
Da ich mit diesem Beitrag Belize und Guatemala abhake, ist wieder höchste Zeit für ein Kartenupdate. Für den Fall, dass mit dem Link das brandneue Google Maps aufgeht, das scheinbar die Routendarstellung (noch) nicht unterstützt, müsstet ihr auf die alte Maps-Version umstellen. Sofern euch die Route interessiert, klar.
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